Duzen oder Siezen?

Wie Sie die richtige Anrede auf Ihrer Webseite finden

Blog der Werbeagentur Boppard zum Thema Anrede auf Webseiten

Blogartikel der Werbeagentur Boppard zum Thema Anrede auf Webseiten

Eine Frage, die man dem Kunden stets stellt, wenn es darum geht, ihm eine eigene Webseite aufzubauen. Meistens erntet man anschließend ein leichtes Stirnrunzeln und einen fragenden Blick – sodass wir unseren Kunden gerne erklären, woran sie bei der Wahl denken sollten.

 

Um sich diesbezüglich zu entscheiden, sollte sich jeder Unternehmer 3 Key Questions beantworten:

Wie möchte meine Zielgruppe angesprochen werden?
Welche Stimmung will ich auf meiner Webseite, dem Blog oder im Social Media verbreiten?
Womit fühle ich mich wohl?

 

Drei scheinbar unscheinbare Fragen, die jedoch sehr wichtig sind.

Formell oder doch per Du
Für welche Anrede entscheide ich mich?

Eine Studie von apinnio.com wurde im Juli veröffentlicht. Die Umfrage zeigt uns, dass die Kundenansprache häufig nicht zielgruppengerecht ist. Es ist eine Gratwanderung, bei der in der Regel lediglich das Testen Ihrer Zielgruppe hilft.

Hier eine kleine Infografik als Übersicht für Sie, um Sie bei der Beantwortung der 3 Key Questions zu unterstützen:

Studie von Appinio zur Anrede auf Webseiten und im Geschäft
Umfrage von Appinio zur Anrede auf Webseiten und im Geschäft

Quelle: appinio.com

Und nun zu den drei Key-Questions, die Sie für sich beantworten sollten, wenn Sie sich fragen: Wie soll ich meine Kunden anreden?

Frage 1: Wie möchte meine Zielgruppe angesprochen werden?

Gehören zu meiner Zielgruppe in erster Linie Frauen, die gerade am Sprung in die Selbstständigkeit und aus ihrer Komfortzone heraus sind? Dann möchte man mit einem respektvollen Du Vertrauen aufbauen und von Beginn an Gespräche auf Augenhöhe schaffen. Immerhin erfordert so ein Sprung ins kalte Nass viel Mut.
Will man ein junges, hippes Sportstudio auf die Beine stellen und vor allem über Social Media viral gehen, gehört das direkte du und das Gefühl von „Ich bin dein Trainingspartner und zusammen gehen wir das an!“ dazu. Denn auch diese Art jemanden anzusprechen schafft Vertrauen. Und wem legt man seine Fitness lieber in die Hände, als selbst motivierten, begeisterten Leuten, die voll bei einem sind?
Wenn Ihre Zielgruppe jedoch eher aus Menschen besteht, die Ihr Reha-Angebot in Anspruch nehmen, sollten Sie sich auf das wertschätzende Sie einigen. Gerade ältere Generationen bestehen nicht nur darauf, es ist auch angebracht. Sie kennen sicher den Ausdruck „Achtung vor dem Alter“. Aber auch jüngere, kranke Menschen, die in der Reha sind und einen vielleicht schweren Krankheitsverlauf hinter sich haben, möchten verstanden und respektiert werden.

Sie sollten sich also fragen: Wer ist meine Zielgruppe und was ist ihr wichtig.
Führen Sie zum Beispiel ein Nachhilfeinstitut, sind nicht die Kinder Ihre Zielgruppe, auch wenn diese später in den Räumen Ihres Institutes sitzen und lernen. Die Eltern sind die Entscheidungsträger!

Mit in Ihre Entscheidung sollte vielleicht auch Ihre Umgebung miteinfließen. In Österreich beispielsweise wird viel Wert auf Titel gelegt – wie sieht es da bei Ihnen aus?

 

Frage 2: Welche Stimmung will ich auf meiner Webseite verbreiten?

Eigentlich fragen Sie sich: Wie möchte ich gegenüber meinen Kunden auftreten? Wollen Sie Ihren Interessenten/Auftraggeber/Abnehmer das Gefühl geben mit einer Freundin ganz entspannt zu plaudern oder möchten Sie seriös und souverän dastehen, und mit Ihrem fundamentalen Wissen glänzen, um Ihre Kunden von sich zu überzeugen? Sicher ist, dass Sie Vertrauen vermitteln wollen – denn niemand legt sein Geld in Hände von jemandem, dem er misstraut. Sie sollten sich also nicht verstellen und schauspielern – denn das merkt jeder Kunde. Seien Sie immer Sie selbst.

 

Frage 3: Womit fühle ich mich wohl?

Sie merken schon: Die nächste Frage bezieht sich direkt auf die eben gestellte: Womit fühlen Sie sich wohl? Merken Sie, dass es Ihnen unangenehm ist, jemanden zu Siezen? Fühlen Sie sich dadurch vielleicht kleiner, in der unterlegenen Position und egal was Sie tun, Sie schaffen es einfach nicht, das Gespräch auf diese Art und Weise ehrlich zu führen? Oder ist es vielleicht das Du, dass Ihnen Unbehagen bereitet, weil Sie gelernt haben Menschen, die Sie nicht persönlich kennen, zu Siezen?

Wenn Sie diese Frage nun für sich beantworten, müssen Sie wissen, dass es dabei kein richtig oder falsch gibt. Lediglich ein paar Kriterien, die es zu bedenken gibt. Immerhin wollen Sie Ihren Kunden einen authentischen Eindruck vermitteln und Ihre Kompetenzen durch Mehrwert an den Mann oder die Frau bringen, und nicht durch die Art, wie Sie jemanden ansprechen.

Und egal wie Sie sich entscheiden: natürlich gibt es Leute, die das nicht in Ordnung finden. Aber in diesem Fall müssen Sie dazu stehen und sich sagen: Dann sind das nicht meine Kunden.

Wenn Sie diese Fragen für sich und im Sinne Ihres Unternehmens beantwortet haben, haben Sie für sich die richtige Entscheidung getroffen.
Aber neben Ihrer Webseite gibt es da noch andere Komponenten: Blogs, Instagram, Facebook (…) und natürlich…

Das echte Leben

Dass Sie im Internet präsent sind ist wunderbar – und mittlerweile auch unverzichtbar – und dass Sie sich für eine Anrede entscheiden konnten, ebenfalls. Sie sollten sich jedoch nicht nur auf Ihre Webseite beschränken und gleichzeitig auch Social Media Kanäle nutzen.
Hier müssen Sie sich nun erneut entscheiden: Sprechen Sie Ihre Kunden und Leser auch dort an wie auf Ihrer Webseite? Nehmen Sie Bezug auf das Durchschnittsalter der Social Media-Nutzer (welches auf FB deutlich höher ist als auf Instagram!) oder mischen Sie die Anredeform vielleicht und sehen Ihre „Sprachrohre“ so unabhängig voneinander, dass Sie sogar unterschiedlichen Content auf unterschiedliche Altersgruppen in den verschiedenen Kanälen posten…?

Und wie ist es dann im echten, realen Leben, wenn Sie Ihren Kunden gegenüberstehen? Sie? Du?
Wir empfehlen Ihnen die klare Linie zu fahren und diese für sich selbst und/oder Ihre Mitarbeiter sogar zu notieren und zu beherzigen, damit es kein Durcheinander gibt. Und ob sie nun eingleisig oder mehrgleisig fahren die Anrede betreffend: Diese Entscheidung zu fällen muss nicht einfach sein, sie hilft Ihnen jedoch dabei authentisch aufzutreten und sich richtig gegenüber Ihren Kunden zu positionieren.

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