Valentinstag

Von Anziehungskraft, Symmetrien und dem Goldenen Schnitt

Valentinstag und was er mit der Liebe, Anziehungskraft und dem Goldenen Schnitt zu tun hatValentinstag: Von der Liebe und Design

Wenn Sie an den Valentinstag denken, denken Sie höchstwahrscheinlich an Dinge wie Liebe, Romantik und Kitsch. Vielleicht rollen Sie auch genau deswegen gerade mit den Augen, weil sie gar nicht zur Fraktion „lovelovelove“ gehören, sondern das Ganze etwas nüchterner und realistischer betrachten.

Aber ganz gleich auf welcher Seite Sie stehen: Wir erklären Ihnen was es mit der Liebe und der Anziehungskraft auf sich hat und was das alles mit dem Goldenen Schnitt zu tun hat.

Gegensätze ziehen sich an – oder?

Ein Spruch, den jeder kennt. Ein Spruch, der womöglich irgendwann einmal in der Literatur gestanden haben muss, aber keineswegs für das Liebesglück steht. Denn eine Partnerschaft mit solchem Konfliktpotenzial, wie Gegensätze es nun einmal hervorbringen, gibt es nur sehr selten. Der Mensch sucht sich einen ihm ähnlichen Partner, da ihm das garantiert, dass mehr von den eigenen Genen erhalten bleiben.

Es sei natürlich, sagt Karl Grammer, ein Evolutionsbiologe der Universität Graz. Wir streben tief in unserem Inneren nach Sicherheit, was letzten Endes auch Ähnlichkeit bedeutet. Dauerpaare gleichen sich sogar sehr oft bis aufs Haar. Dabei kommt unweigerlich die Frage auf, ob er oder sie schön sei und ob man sich deswegen für diesen Partner entschieden hat.

Die Liebe ist da jedoch, ebenso wie die Natur, sehr subjektiv. Wir verstehen unter dem Schönen eine subjektive Empfindung, die nichts mit Gesetzmäßigkeiten oder wissenschaftlichen Regeln zu tun hat. Als ob sich „Schönheit“ und „Naturgesetz“ gegenseitig aushebeln würden. Dabei stimmt dies keineswegs!

Der Goldene Schnitt

Vielleicht haben Sie davon schon einmal gehört. Der sogenannte Goldene Schnitt ist eine Gestaltungsregel, die seit der Antike bekannt ist. Sie bezeichnet das Teilungsverhältnis zweier Größen zueinander und gilt als ausgewogenes Leitmaß. Daher wird sie von uns Menschen als ganz besonders harmonisch empfunden. Dieser Goldene Schnitt kommt in der Natur und, Überraschung, im menschlichen Körper unglaublich häufig vor. Auch in der Kunst, Architektur und der Mediengestaltung kommt er zur Anwendung.

In der Mediengestaltung gibt es sogar eine Reihe von Ansätzen bezüglich der menschlichen Wahrnehmung. Sie bieten einen Leitfaden für Ideen im Rahmen einer ansprechenden visuellen Kommunikation – oftmals, ohne, dass der Betrachter es merkt.

Zu diesen Gesetzen zählen zum Beispiel folgende:

  • Das Prinzip der Prägnanz
    Dieses Gesetz besagt, dass unser Verstand aus einer wahnsinnig großen Zahl an Möglichkeiten der Interpretation genau die auswählt, die er am einfachsten verarbeiten kann. Es ist berühmt geworden, und Sie kennen es sicherlich auch.
  • Das Prinzip der Ähnlichkeit
    Verschiedene Objekte können durch Ähnlichkeit in Form von Textur, Ausrichtung, Größe, Farbe und Form als Ganzes erscheinen lassen.
  • Das Prinzip der Nähe
    Der Mensch nimmt Elemente, die nah beieinander liegen optisch als Einheit war. Sobald diese Einheit erfasst wird, versucht unser Gehirn, dieser einen figürlichen Sinn zu geben.

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Ein weiteres und für diesen Beitrag wichtiges Gesetz, ist das Prinzip der Symmetrie.

Wir wissen nun schon, dass Symmetrie unserem Auge schmeichelt, weil unser Hirn nicht nur Ordnung liebt, sondern auch braucht. Dieses Prinzip lässt sich auch auf uns Menschen und unser Aussehen überleiten.

Was uns zu der Frage bringt:

Ist Schönheit messbar?

Eine gute Frage!

Es gibt Wissenschaftler, die versuchen Schönheit auf bestimmte äußere Proportionen und Formen zu reduzieren, damit sie für uns „greifbar“ wird. Um diese Frage zu beantworten, wurde durch den Wissenschaftler John Cleese 2001 eine Studie durchgeführt, bei der von zahlreichen Menschen Gesichter unterschiedlichster Nationalitäten nach dem Grad ihrer Schönheit und Attraktivität geordnet wurden.

Und das Ergebnis war beeindruckend und erstaunlich zugleich: Knapp 90% der Versuchspersonen wählten die gleiche Reihenfolge der Bilder. Was mit anderen Worten bedeutet: Das Schönheitsempfinden muss eine objektive Grundlage haben.

Und was ist nun diese Grundlage? Gesichter, die einen hohen Grad an Ordnung und Proportionalität aufwiesen, wurden vor allen anderen als schön empfunden. Diese Untersuchungen zeigen, dass Schönheit eng mit der Eigenschaft der Symmetrie verbunden ist.

Und wir erinnern uns: Ordnung und Symmetrie empfinden wir in der Regel als äußerst harmonisch.

„Gleich und gleich gesellt sich gern.“

Aber wie oft kommt das vor? Vor allem was unsere eigenen Gesichter betreffen.
Wir haben es anhand unserer eigenen Gesichter getestet.

tanja unsymmetrischtanja symmetrisch
william unsymmetrischwilliam symmetrisch
yves unsymmetrischyves symmetrisch

Auf den ersten Blick wirkt diese Symmetrie etwas seltsam. In unserem Falle liegt dies natürlich daran, dass wir wissen wie wir aussehen und uns so gar nicht wiedererkennen. Andererseits sagt uns unser Kopf aber, dass die symmetrischen Bilder schöner, also ordentlicher und gleicher sind.

Das bedeutet natürlich auch, dass wir gerade herausgefunden haben, dass unsere Gesichter etwas asymmetrisch sind. Aber Asymmetrie ist nichts Schlechtes. Vor allem, wenn man es – wie im Mediendesign – mit der Symmetrie in eine perfekte Balance bringt. Das wiederum nennt man Symmetrische Balance.

Symmetrische Balance im Design

Symmetrie und Balance hängen unweigerlich zusammen, sind aber nicht dasselbe. Symmetrie beschreibt die visuelle Eigenschaft, Teile eines Bildes entlang einer Achse herum zu spiegeln.

Die Balance hingegen ist ein visuelles Prinzip, ein Design über die gesamte Komposition hinweg gleichermaßen gewichtet erscheinen zu lassen. Die Balance misst das visuelle Gewicht der Komposition, das Einfluss darauf hat, wie sehr jedes einzelne Element die Aufmerksamkeit Ihrer Zielgruppe erregt.

Kleine Asymmetrien hingegen können das i-Tüpfelchen sein und Designs besonders attraktiv machen. Denken wir, anhand unseres Gesichter-Beispiels, einmal an Cindy Crawford. Amerikanisches Topmodel und Schönheitsideal. Am Anfang ihrer Karriere dachte sie noch darüber nach, ihren kleinen Schönheitsfleck über der Lippe entfernen zu lassen, heute ist es kein Makel mehr, sondern ihr Markenzeichen. 

Asymmetrien bedeuten auch Menschlichkeit und gewinnen damit an Qualität.

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Wir wünschen einen schönen Valentinstag und danken für Ihr Interesse!

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